Klub für tibetische Hirtenhunde e. V.

Der KTH ist ein kleiner Spezialklub für die Rasse Do-Khyi. Im Vordergrund stehen
regelmäßige Do-Khyi Treffen und Erfahrungsaustausch, sowie KTH-Nachrichten in der Zeitung  „Mein Freund – Der Rassehund“.
Vereinsmeierei sowie negatives Reden über andere Do-Khyi Besitzer, sowie Züchter ist unerwünscht. Die Zucht des KTH richtet sich nach dem überliefertem Standard der FCI NR. 230.

Sinn und Zweck ist die Reinzucht, Verbesserung und Erhaltung, somit Zukunftssicherung dieser außergewöhnlichen und seltenen Rasse. Eine eigene
Zuchtordnung mit strengen Zuchtrichtlinien soll dies gewährleisten. Außer den üblichen Untersuchungen auf HD (Hüftgelenksdysplasie) beinhaltet die Zuchtordnung des KTH auch Pflichtuntersuchungen wie PRA (progressive Retinaatrophie – vorz. Netzhautschwund) und T4 (Schilddrüsenwerte).

Unsere Do-Khyis sind eine der ursprünglichsten Rassen der Welt!
Für die Tibeter sind sie „Gesandte des Himmels“ mit der Aufgabe, die Menschen zu
beschützen. Do-Khyis wachen selbst wenn sie schlafen. Sie haben „die vier Augen
Buddhas“, sagen die Tibeter. Eines Tages kam ein alter weiser Mann vom Kailash, dem heiligen Berg Tibets, heruntergestiegen…an seiner Seite zwei riesige Hunde. „Diese Tiere…“, sagte der Weise, „…sollen Euer Schicksal sein. Sie halten Gutes fest und Schlechtes fern.“ Seither glauben die Tibeter, dass die Do-Khyis „Gesandte des Himmels“ sind, mit der Aufgabe, die Menschen und ihre Herden zu beschützen.

Do-Khyi-Welpen

Tibet, das ist das 2,5 Millionen Quadratkilometer große, zu allen Seiten von Gebirgsketten umschlossene „Dach der Welt“. Wer so einsam lebt, braucht keine Schlösser. Was er braucht, ist Schutz für die Herden und die Familien. „Wer von einem Do-Khyi bewacht wird“, sagen die Tibeter, „muss keine Feinde fürchten.“
Do-Khyi bedeutet übersetzt „Hund zum Anbinden“. Seine Menschen verteidigt er bei Gefahr bis aufs Blut, ihnen gegenüber aber ist er ein Lamm. Stundenlang kann er, solange er die Familie im Auge hat, regungslos in einer Ecke liegen. Sein Job ist der Schutz seines Rudels, inklusive aller dazu gehörenden Tiere.

Rüde Nemo

Tibeter glauben an den ewigen Kreislauf von Wiedergeburt und Tod. Als Mensch
wiedergeboren zu werden, ist aber nicht so einfach und mit der Verpflichtung verbunden, ein gutes und sinnvolles Leben zu führen. Wer schlecht zu Tieren ist, gefährdet sein Glück im nächsten Leben. Hunde jedoch gehören zu den Lieblingen der Tibeter. Die Zucht dieser Rasse in Europa war und ist kompliziert. Das Dach der Welt ist eine schwer zugängliche und bis weit ins 20. Jahrhundert wenig besuchte Region. Erst vor etwa achtzig Jahren kamen einzelne Tiere nach Europa. Europäische Züchter folgen einem Zuchtstandard, der unter dem Rassestandard FCI-Nr.: 230 festgelegt ist. Es geht um körperliche und charakterliche Eigenschaften. Sie alle sind in den Erbinformationen festgelegt. Genetik ist kein Baukastensystem, es gibt dabei viele Variablen und Zufälle. Aber es gibt auch Faustformeln. Die Wichtigste: Je reinerbiger (homozygot) das Erbgut ist, desto
größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass bestimmte Eigenschaften weitergegeben werden.

Black an Tan-Rüde Kalan

Auch in ihrer Heimat haben es die Do-Khyis nicht mehr leicht. Letztes Jahr war ja das große Erdbeben in der Himalaya-Region und nicht zuletzt ist Tibet immer noch kein freies Land. Die tibetische Kultur ist den Chinesen oft ein Dorn im Auge. Viele Do-Khyis wurden früher getötet, bis die Chinesen den Wert dieser Tiere erkannt haben. Zur Zeit wird die Zucht dieser Rasse immer mehr von Hunden aus kommerzieller chinesischer Zucht geprägt, was Vor- aber unter anderem auch viele Nachteile mit sich bringt. Das ursprüngliche Wesen und Aussehen wird immer mehr abgefälscht. Nachfolgendes Foto zeigt einen Do-Khyi mit einer Frau, der wohl aus der Yushu Region stammt, im Südwesten der chinesischen Provinz Qinghai, an der Grenze zu Tibet.

Do-Khyi in China

Dort gibt es Do-Khyis mit Yushu-Blutlinien, die gezielt gezüchtet werden. Diese Hunde unterscheiden sich von den Do-Khyis aus Tibet, durch ihr massiveres Aussehen. Bei den Do-Khyis, die zur Zeit in Zentralchina gezüchtet werden, ist es noch extremer. Diese Hunde würden bei uns in
Deutschland den Tierschutzbedingungen wohl nicht entsprechen, aufgrund der übermäßigen Typisierung und damit einhergehenden körperlichen Einschränkungen der Tiere (zu schwer, zu groß, zu viel Fell etc.) – und das alles nur aus kommerziellen Zwecken, siehe teuerster „Hund der Welt, ein Do-Khyi für über eine Million Euro“.

Rüde Maestro

Den Standard des Do-Khyis finden sie hier: Do-Khyi_Standard

Kontakt:

1. Vorsitzender: Roland Trautz
Talmühle 1, 74749 Rosenberg-Sindolsheim
Tel. 06295 929226, Fax: 929227
E-Mail: RolandTrautz@aol.com